- Supportiv- und Palliativtherapie gewinnt an Bedeutung – evidenzbasierte Optionen im Blick behalten
Köln, den 20. Februar 2026 – Wenn sich beim 37. Deutschen Krebskongress (noch bis 21. Februar in Berlin) Expert:innen über Fortschritte in der Onkologie austauschen, geht es längst nicht nur um neue Krebstherapien. Zunehmend rücken auch Lebensqualität, Symptomkontrolle und supportive Versorgung in den Fokus. Eine therapeutische Option, die hierbei für ausgewählte Patient:innen relevant sein kann, ist medizinisches Cannabis.
Medizinisches Cannabis kann Krebspatient:innen insbesondere bei belastenden Begleitsymptomen unterstützen – etwa bei chronischen Tumorschmerzen, chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen. Ziel ist dabei nicht die Tumorbekämpfung selbst, sondern die Verbesserung der Lebensqualität im Rahmen einer integrativen onkologischen Behandlung.
Wo Cannabis in der Onkologie therapeutisch eingesetzt werden kann
Die wissenschaftliche Datenlage ist heterogen, zeigt jedoch in bestimmten Bereichen klinisch relevante Effekte:
1. Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV) Für Cannabinoide besteht seit Jahren Evidenz bei therapieresistenter Übelkeit, wenn Standard-Antiemetika nicht ausreichend wirken. Internationale Leitlinien sehen Cannabinoide hier als mögliche Zusatzoption.
2. Tumorassoziierte Schmerzen Bei chronischen Tumorschmerzen kann medizinisches Cannabis in Einzelfällen als Add-on-Therapie erwogen werden, wenn Opioide oder Koanalgetika keine ausreichende Wirkung erzielen oder starke Nebenwirkungen verursachen. Die aktuelle Evidenzlage gilt als moderat bis begrenzt, weshalb der Einsatz individuell geprüft werden sollte.
3. Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Belastungssymptome Beobachtungsstudien und kleinere klinische Untersuchungen weisen auf mögliche positive Effekte hinsichtlich Appetitsteigerung, Schlafqualität und allgemeinem Wohlbefinden hin – insbesondere in der Palliativmedizin.
Leitlinienstatus: Therapieoption im Rahmen individueller Indikationsstellung Aktuelle Praxisleitlinien zur Schmerzmedizin sehen cannabinoidbasierte Arzneimittel nicht als Standard-Erstlinientherapie vor, beschreiben jedoch ihren möglichen Einsatz als Therapieoption im Rahmen eines individualisierten Behandlungsansatzes. Insbesondere bei unzureichender Wirksamkeit oder Unverträglichkeit etablierter Therapien kann eine Add-on-Behandlung erwogen werden. Voraussetzung ist eine sorgfältige ärztliche Indikationsstellung sowie eine engmaschige Therapiebegleitung und Evaluation.
Lebensqualität als Therapieziel ernst nehmen „Moderne Onkologie bedeutet mehr als Tumorkontrolle. Für viele Patient:innen steht die Lebensqualität und damit die Linderung belastender Symptome im Mittelpunkt“, sagt Dr. Yvonne Wagner. „Medizinisches Cannabis kann hier – bei sorgfältiger Indikationsstellung und ärztlicher Begleitung – einen wichtigen therapeutischen Beitrag leisten.“ Dr. Yvonne Wagner ist Medizinische Chemikerin und verfügt über fast 20 Jahre Erfahrung in der Arzneistoffentwicklung. Seit den frühen Jahren der Medizinalcannabistherapie in Deutschland ist sie aktiv und verantwortete bis Mitte 2023 als Chief Medical Officer der Cannamedical Pharma GmbH die medizinisch-wissenschaftliche Strategie und Leitung des Medical Teams.
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Über Cannamedical® Pharma GmbH:
Die Cannamedical Pharma GmbH ist einer der führenden unabhängigen Hersteller und Großhändler für medizinisches Cannabis in der Europäischen Union. Das Kölner Unternehmen wurde 2016 von David Henn gegründet und gehört seit 2021 zur Semdor Pharma Group. Ziel des Unternehmens ist es, Patient:innen einen sicheren, qualitativ hochwertigen und verlässlichen Zugang zu medizinischem Cannabis zu ermöglichen.
Cannamedical® importiert, verarbeitet und vertreibt Cannabisprodukte für medizinische Anwendungen unter Einhaltung strenger pharmazeutischer Qualitätsstandards (GACP/GMP). Das Portfolio umfasst verschiedene Cannabisblüten und -extrakte mit unterschiedlichen Wirkstoffprofilen, um eine individualisierte Therapie zu unterstützen. Dabei übernimmt das Unternehmen die regulatorische Prüfung, Qualitätssicherung, Chargenfreigabe sowie die europaweite Distribution.
Die Cannamedical Pharma GmbH beliefert Apotheken und klinische Einrichtungen und versteht sich als langfristiger Partner im Gesundheitswesen. Neben der Versorgungssicherheit engagiert sich das Unternehmen in der Fortbildung und Aufklärung von medizinischem Fachpersonal, um den evidenzbasierten Einsatz von Cannabis in der Therapie weiter zu fördern. Mit einem klaren Fokus auf Qualität, Compliance und nachhaltiges Wachstum ist Cannamedical® ein zentraler Akteur im europäischen Medizinalcannabis-Markt.
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